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China baut seine Wirtschaftsbeziehungen zu Indien aus. Auf seiner ersten Reise zum Nachbarn Indien seit fünf Jahren sprach Ministerpräsident Wen Jiabao davon, dass die ihn begleitende 300 Personen umfassende Wirtschaftsdelegation Handelsabschlüsse im Wert von 16 Milliarden US-Dollar getätigt haben. Die Finanzierung dieser Geschäfte wird von chinesischen Banken sichergestellt.
Die nahezu fünfzig Verträge und Vereinbarungen übertreffen vom Umfang her das 10-Milliarden-Dollar-Geschäft, das bei Barack Obamas Indienvisite im letzten Monat vereinbart worden war. Chinas Ministerpräsident rief die politische Führung der beiden Nachbarländer, die zusammen 2,5 Milliarden Einwohner haben, dazu auf, Rivalitäten beiseite zu räumen und die Wirtschaft dazu zu nutzen, die „Verjüngung zweier alter Zivilisationen" zu bewirken.
In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi sagte Wen vor Vertretern der Wirtschaft: „Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert Asiens. Es ist auch das Jahrhundert, in dem China und Indien große Erfolge erzielen können."
Der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen wird angeführt von Finanzgeschäften zwischen der China Development Bank und führenden indischen Unternehmen und Banken wie Reliance Communications, ICICI Bank, Essar und IDBI Bank. Unter den chinesischen Banken, die ebenfalls groß in das Indiengeschäft einsteigen wollen, finden sich die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) und die Bank of China.
Die hochverschuldete Reliance Communications, Teil des Wirtschaftsimperiums von Anil Ambani, erhält von chinesischen Banken zinsgünstige Kredite im Umfang von zwei Milliarden US-Dollar.
Wen Jiabao sicherte seine Unterstützung für einen Ausbau der Geschäftsbeziehungen zwischen Finanzzentren wie Mumbai und Shanghai zu und kündigte die Eröffnung von Niederlassungen chinesischer Banken in Indien und indischer Banken in China ins Auge.
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