|
China International Capital Corporation Limited hat am 16. Juni eine Prognose veröffentlicht, wonach China im Jahr 2011 vor einer harten Bewährungsprobe auf dem Arbeitsmarkt stehen wird, weil mehrere Millionen befristete Arbeitsplätze mit dem Auslaufen des Konjunkturpakets wegfallen.
Nach einer Meldung von Bloomberg News haben Ha Jiming und Xing Ziqiang, Wirtschaftsexperten von China International Capital Corporation Limited, in ihren Berichten geschrieben, dass vor dem Hintergrund von Lohnerhöhungen in der verarbeitenden Industrie und der landesweiten Anhebung der Mindestlöhne die Arbeitgeber immer weniger Bewerber einstellen.
Eine Untersuchung des Komitees für Entwicklung und Reform hat gezeigt, dass dank des von der chinesischen Regierung aufgelegten Konjunkturpakets in Höhe von vier Billionen Yuan 5,6 Millionen dauerhafte und fünfzig Millionen befristete Arbeitsplätze neu entstanden sind.
Im kommenden Jahr werden 39 Millionen Menschen als Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt neu zur Verfügung stehen, einschließlich 7,58 Millionen Hochschulabsolventen und sechs bis Millionen Jugendliche vom Lande. Allerdings können nicht alle "Neuzugänge" beschäftigt werden. Außerdem werden mindestens 25 Millionen befristeter Arbeitsplätze wegen des Auslaufens des Konjunkturpakets aufgehoben, was bedeutet, das weitere 25 Millionen Menschen arbeitslos sein werden. Hinzu kommt, dass nur acht Millionen Arbeitsplätze im Jahr 2011 neu entstehen werden, was dazu führen kann, dass die Anzahl der neuen Arbeitslosen im kommenden Jahr in China 31 Millionen erreicht.
Obwohl Lohnerhöhungen die Beschäftigungslage in China negativ beeinflussen, wird der Arbeitsmarkt in China langfristig durch Lohnerhöhungen belebt, meint Yu Faming, Ressortleiter im Ministerium für Arbeit und Sozialabsicherung, am 16. Juni. Er sagt: „Bei steigenden Löhnen sind viele chinesische Unternehmen dazu gezwungen, den Strukturwandel zu bewältigen. Unternehmen, die früher vor allem durch geringe Lohnkosten punkten konnten, sollten als Erste den Umbau wagen. Früher verdienten die Unternehmer an der Herstellung von einem Paar Schuhe nur wenige einige Pfennige. Wird jetzt der Lohn erhöht, bewegt sich ihre Produktion nicht mehr in der Gewinnzone. Sie müssen sich also wandeln oder sie werden vom Markt verschwinden."
Yu geht davon aus, dass es in China im kommenden Jahr 6,5 Millionen Hochschulabsolventen geben wird. Während des 12. Fünfjahresplans (2011-2015) werden im Jahresschnitt 6,7 bis 6,8 Millionen Akademiker auf den Arbeitsmarkt drängen. „Rund zwanzig Prozent von ihnen werden keine Beschäftigung finden, dies entspricht fast der gesamten Bevölkerungszahl der Schweiz", sagt Yu. (Quelle: 21cbn.com) |