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Der stellvertretende chinesische
Handelsminister Zhong Shan, der zur Zeit die USA besucht, hat
am 24. März in Washington erklärt, man solle die
Wirtschafts- und Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA
angemessen behandeln.
Bei einem Frühstücksbankett mit
amerikanischen Industrie- und Handelsvertretern sagte Zhong Shan
weiter, Chinas Handelsüberschüsse gegenüber den USA seien auf
internationale Arbeitsteilung und Anpassung der Branchenstruktur im
Zuge der Globalisierung zurückzuführen. Dies spiegle die
Konkurrenzfähigkeit der Industriezweige beider Länder wider. Eine
Aufwertung der chinesischen Landeswährung RMB könne dieses Problem
aber nicht lösen. Um die ungleichgewichtige Situation beim
bilateralen Handel zu ändern, seien einseitige Bemühungen Chinas
nicht ausreichend. Die USA müssten sich auch darum bemühen. Ein
stabiler RMB-Wechselkurs sei nicht nur für China, sondern auch für
die USA und die Weltwirtschaft vorteilhaft, so Zhong Shan.
Zudem machte Zhong Vorschläge zur
Intensivierung der Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit zwischen
China und den USA.
US-Finanzminister Timothy Geithner
erklärte am Donnerstag in einem CNN-Interview, die USA könnten
China nicht dazu zwingen, seine Wechselkurspolitik zu ändern und
den RMB aufzuwerten.
China habe das Recht, den
Wechselkurs seiner Landeswährung selbst zu bestimmen.
Geithner wies ferner darauf hin,
dass sich China aus eigenem Willen heraus für eine Aufhebung der
Bindung an den US-Dollar entscheiden müsse.
Nach Meinung US-amerikanischer
Wirtschaftsexperten soll die amerikanische Regierung den Streit
über den RMB-Wechselkurs auf diplomatischem Weg lösen.
Sowohl einseitige Strafzölle als
auch weiterer Druck auf China hinsichtlich seiner Wechselkurpolitik
würden beiden Seiten schaden, betonte der amerikanische
Wirtschaftswissenschaftler Philip Levy bei der Anhörung im
US-Repräsentantenhaus am Mittwoch.
Wenn die USA im RMB-Streit weiterhin
auf Konfrontationskurs gingen, werde das die
chinesisch-amerikanischen Beziehungen trüben, mahnte
Harvard-Professor Niall Ferguson.
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