01-02-2012
Nachrichten
Entführung im Sudan: China schickt Arbeitsgruppe

Die chinesische Regierung hat am Abend des 30. Januar eine Arbeitsgruppe zur Rettung der entführten chinesischen Bauarbeiter in den Sudan entsendet, bestätigte Außenministeriumssprecher Liu Weimin am 31. Januar in Beijing. Zudem rief Liu die einschlägigen Seiten im Sudan auf, die Sicherheit der Entführten zu garantieren und sie möglichst schnell freizulassen.

Der chinesische Botschafter im Sudan, Luo Xiaoguang, hat die sudanesischen Behörden am 30. Januar aufgefordert, die verschleppten chinesischen Arbeiter zu suchen und so bald wie möglich zu befreien.

Am gleichen Tag sind 17 Sinohydro-Mitarbeiter, die sich vor den Geiselnehmern verstecken konnten, in der Hauptstadt Khartum eingetroffen. Weitere 17 Chinesen, die auf einer anderen Baustelle des gleichen Unternehmens beschäftigt waren, wurden ebenfalls nach Khartum gebracht. Luo Xiaoguang hat die Arbeiter persönlich am Flughafen empfangen.

Eine sechsköpfige Arbeitsgruppe der chinesischen Regierung ist am 31. Januar in der sudanesischen Hauptstadt Khartum eingetroffen. Sie wird an der Suche nach den entführten Mitarbeitern eines chinesischen Energieunternehmens mitwirken.

Der Leiter der Arbeitsgruppe, Qiu Xuejun, sagte, dass das Ziel der Gruppe die Unterstützung der chinesischen Botschaft in ihrer Arbeit sein wird. Gleichzeitig werde man mit der sudanesischen Regierung kommunizieren und sicherstellen, dass bei der Rettung die Sicherheit der Geisel gewährleistet wird.

Am 28. Januar war eine Baustelle der chinesischen Wasserbaugesellschaft Sinohydro im sudanesischen Südkordofan von der sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) angegriffen worden. (Quelle: Radio China International)