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Die USA war Gastgeber des APEC-Gipfels im November 2011 auf Hawaii.
Kürzlich gab es in den Medien der USA und im Rest der Welt eine hitzige Debatte über die "Rückkehr Amerikas in den Pazifik", es wurde viel spekuliert über den Anbruch eines "amerikanischen Jahrhunderts in der Region".
Obwohl die USA den pazifischen Raum in den vergangenen 200 Jahren nie wirklich verlassen haben, herrscht der Eindruck vor, als seien sie nun mit aller Entschiedenheit in die Region zurückgekehrt.
US-Außenministerin Hillary Clinton meldete der Welt die "Rückkehr der USA nach Südostasien". Im kommenden Jahrzehnt, so Clinton, bekennt sich die US-Regierung zu einem verstärkten Engagement im pazifisch-asiatischen Raum: "Auf dem Feld der Diplomatie, der Wirtschaft, der Militärstrategie und in vielen weiteren Bereichen."
Washingtons strategische Rückbesinnung auf den zirkumpazifischen Raum und die Neuausrichtung ihrer Geostrategie weg von Afghanistan und dem Irak hin zu Ost- und Südostasien verändert den Status quo in der Region und verschiebt das Gleichgewicht der Kräfte. Chinas nationale Interessen werden davon nicht unberührt bleiben; das Risiko strategischer Fehleinschätzungen wächst und wird die sino-amerikanischen Beziehungen beeinflussen.
Betrachtet man jedoch den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen China und den USA unter der Regierung Obama, lässt sich feststellen, dass Washington die Regierung in Beijing nicht als Gegner oder Gefahr wahrnimmt, sondern häufig als Partner sieht. Deshalb kann man das verstärkte Engagement der USA im Pazifik nicht als bloßen Versuch werten, ein Gegengewicht zu Chinas wachsendem Einfluss in der Region herzustellen.
China bekennt sich zu einer unabhängigen und friedlichen Außenpolitik und hofft, dass die Vereinigten Staaten eine konstruktive Rolle spielen können und die Kerninteressen Chinas im asiatisch-pazifischen Raum respektieren. China setzt darauf, möglicherweise auftauchende Probleme zwischen der größten Industrienation und dem größten Entwicklungsland der Welt durch Kooperation anstatt Konfrontation zu lösen. In diesem Sinne sagte neulich Chinas stellvertretender Außenminister Le Yucheng: "Der Pazifik ist groß genug für eine chinesisch-amerikanische Koexistenz und Zusammenarbeit." Nur durch internationale Kooperation, gegenseitigen Nutzen und Berücksichtigung der jeweiligen Interessen können China und die USA ihren Völkern und den Völkern des asiatisch-pazifischen Raums Frieden und Wohlstand bringen. |