21-10-2008 Quelle: WSJ.com
Weniger Geschäftsreisen - Hotellerie setzt auf China
  

Während sich die Zeichen mehren, dass unter der weltweiten Finanzkrise auch die Reisebranche zu leiden hat, erscheint China als Silberstreif am Horizont.

Obwohl auch das Hotelgewerbe unter Druck geraten ist, haben zwei internationale Hotelketten angekündigt, in China zu expandieren. Actis, ein Investor aus dem Private Equity Bereich, hat am 16.Oktober 65 Mio. US-Dollar in die 7 Days Inn Group gepumpt, ein Budget-Hotelanbieter mit Sitz in Kanton. Warburg Pincus, ebenfalls Spezialist für außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, tritt als Koinvestor auf, hat aber keine Details veröffentlicht.

"Wir glauben, dass die wirtschaftlichen Eckdaten in China noch immer sehr gut sind”, sagt Lim Meng Ann, China-Chef bei Actis. „Wir setzen auf eine steigende Tendenz bei Chinas Markt für Budget-Hotels, unabhängig davon, ob die Zeiten gut oder schlecht sind. Der Faktor Zeit ist für uns dabei ohne Bedeutung."

Der französische Hotelbetreiber Accor hält an seinem im Vorjahr angekündigten Plan fest, bis zum Jahr 2010 die Zahl seiner Häuser auf dem Festland, in Hongkong und Macao auf 180 zu verdreifachen.

Ebenfalls am 16. Oktober hat die InterContinental Hotels Group PLC bekannt gegeben, dass sie das Management für sechs Hotels übernehmen will, die innerhalb der nächsten fünf Jahre von der Shimao Property Holdings Ltd. gebaut werden sollen. Zudem wurde angekündigt, dass die Gruppe in den nächsten 18 Monaten ihr erstes Boutique Hotel, eines jener meist kleinen, besonders luxuriös ausgestatteten Hotels, in Asien einrichten möchte.

"Wir setzen Vertrauen in die Langzeitentwicklung Chinas ... das Bruttoinlandsprodukt wächst weiterhin und profitiert von den umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur, darunter den Bau von Autobahnen und Flughäfen", teilt Peter Gowers, CEO von IHG Asia Pacific in einer Email mit.

Die günstigen Prognosen für die Reisebranche in China stehen in scharfem Gegensatz zur Lage in anderen Ländern, wo die Industrie eine größere Zurückhaltung der Verbraucher, fallende Zimmerpreise und geringere Einnahmen voraussieht. Der Marktforscher PKF Hospitality Research aus Atlanta hat in einer Studie im September festgestellt, dass die Nachfrage nach Hotelzimmern in den Vereinigten Staaten in den nächsten zwei Jahren abnehmen wird und damit den Abwärtstrend bei den Belegungszahlen des letztes Jahres fortsetzen wird.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma Deloitte hat in einer am 15. Oktober veröffentlichten Studie die kommenden Monate als eine Herausforderung für die Hotelbranche in der Asien-Pazifik-Region bezeichnet. Die Maßzahl Einnahme pro verfügbarem Hotelzimmer war bis Mai jeden Monat im zweistelligen Bereich gestiegen, im Juni und Juli war das Wachstum dann jedoch in den einstelligen Bereich abgefallen.

"Die Hoteliers müssen sich überlegen, was sie tun, wenn der Abwärtstrend bei den Belegungszahlen anhält", sagt Alex Kyriakidis, bei Deloitte für den Bereich Tourismus, Hotellerie und Freizeit verantwortlich.

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