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Zunehmende Öffnung des zweitgrößten Kapitalmarkts der Welt begeistert europäische Investoren

Von Lu Hui  ·   2019-08-09  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: EU;Öffnung ;Kapital
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Für Marktteilnehmer aus der Europäischen Union (EU) wird das Investieren in China immer vielfältiger und interessanter, da die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt umfassende Reformen sowie die Öffnung ihrer Kapitalmärkte konsequent vorantreibt. 

Dank einer Reihe bemerkenswerter Fortschritte bei der Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes, der inzwischen als zweitgrößter der Welt bekannt ist, spielt der Finanzsektor des Landes neben Produktion und Innovation eine immer wichtigere Rolle für diejenigen in Europa, die sich nach einem Bissen aus dem „Kuchen“ des anhaltenden chinesischen Wirtschaftswachstum sehnen. 

  

Die Euro-Skulptur vor dem Eurotower in Frankfurt. [Foto: Lu Yang/Xinhua] 

Boomende Investitionskanäle 

Putzige chinesische Riesenpandas sind als Freundschaftsbotschafter in europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Finnland oder Dänemark immer sehr willkommen. Und genau wie ihre pelzigen Verwandten im Zoo gewinnen die "Papier-Pandas" am Rentenmarkt an Popularität und bleiben für europäische Anleiheemittenten attraktiv. 

Panda-Anleihen – auf Renminbi lautende Anleihen, die von einem nicht-chinesischen Emittenten in China verkauft werden – bieten internationalen Kreditnehmern eine Möglichkeit, inländische Renminbi-Investoren zu erreichen. 

Da Chinas Maßnahmen es ausländischen Investoren erleichtern, Panda-Anleihen zu begeben und in seinen Anleihemarkt zu investieren, begeistern sich immer mehr europäische Emittenten – und zwar nicht nur Unternehmen, sondern auch staatliche Institutionen – dafür, von diesem Finanzierungs- und Investitionsinstrument, das den zweitgrößten Anleihemarkt der Welt nach den Vereinigten Staaten verbindet, Gebrauch zu machen. 

Durch die Aufnahme von zwei Milliarden Yuan (253,4 Millionen Euro) im Mai mit einer Laufzeit von drei Jahren war Portugal das erste Land der Eurozone, das eine Panda-Anleihe emittierte. 

Mit dieser erfolgreichen Transaktion habe Portugal Zugang zum chinesischen Anleihemarkt erhalten, wodurch es seine Investorenbasis weiter diversifizieren könne, so die portugiesische Schatzkammer- und Staatsschuldenmanagement-Agentur in einer Erklärung. 

„Für uns bedeutet das den Eintritt in den neuen und riesigen Markt“, sagte Fernanda Ilheu, Professorin an der Schule für Wirtschaft und Management in Lissabon. „Wir glauben an die Internationalisierung des Renminbi.“ 

  

Die Listungszeremonie der „Bank of China Structured Note“ (ungarischer Panda-Bond) in Budapest, Ungarn, am 12. Dezember 2018. [Foto: Attila Volgyi/Xinhua] 

Unter anderem haben Österreich und Italien Interesse an der Emission von Panda-Anleihen gezeigt. 

Im April wurde mit der österreichischen Regierung eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, während Italien und China sich auf die „(…) erste Panda-Anleihe eines qualifizierten italienischen Finanzinstituts“ einigten, so die gemeinsame Erklärung des "First Italy-China Finance Dialogue" im Juli. 

Darüber hinaus boomen dank der Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes abgesehen vom Rentenmarkt auch andere Investitionskanäle. 

Insbesondere für europäische Investoren bietet der im Juni eingeführte „Shanghai-London Stock Connect“-Mechanismus – der erste seiner Art, der den chinesischen und den europäischen Markt direkt miteinander verbindet – Zugang zu den A-Aktien Chinas, die inzwischen schon in viele wichtige globale Benchmark-Indizes aufgenommen wurden. 

"Die Shanghai-London Stock Connect vereint zwei der weltweit größten Kapitalmärkte und ermöglicht es einerseits etablierten chinesischen Emittenten, Kapital aus Londons globalem Liquiditätspool zu beschaffen, während andererseits globale Investoren außerhalb von Greater China Zugang zu chinesischen A-Aktien erhalten", sagte Don Robert, Vorsitzender der Londoner Börse. 

  

Eine elektronische Anzeige mit Informationen der „Shanghai-London Stock Connect“ an der Börse in London. [Foto: Han Yan/ Xinhua] 

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