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Feng Xingliang: „Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland haben ausschließlich positive Auswirkungen“

Von Zhao Piao und Liang Xiao  ·   2017-12-15  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Investitionen;Deutschland
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Laut Daten des Statistischen Bundesamtes hat das deutsch-chinesische Handelsvolumen 2016 etwa 170 Milliarden Euro erreicht. Damit wurde China im vergangenen Jahr zum ersten Mal Deutschlands wichtigster Handelspartner. Gleichzeitig wiesen die chinesischen Investitionen in Deutschland auch eine starke Wachstumsdynamik auf: Nach Angaben des Handelsministeriums der Volksrepublik China lagen Chinas Direktinvestitionen in Deutschland 2016 mit 2,945 Mrd. US-Dollar um 258,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und übertrafen damit erstmals die deutschen Direktinvestitionen in China. 

Während sich die bilaterale Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit zwischen China und Deutschland gut entwickelt, taucht allerdings auf der ganzen Welt ein Trend zur Verschärfung der Handelsprotektionismus und Isolationismus auf. Am 7. Dezember sagte Feng Xingliang, Chef-Repräsentant von NRW.INVEST China/Beijing, auf der 10. Internationalen Diskussionsrunde der Führungskräfte multinationaler Unternehmen: „Im Zuge der Globalisierung gibt es keine einzelnen großen Gewinner, sondern nur gegenseitigen Nutzen und Win-Win-Situationen. Alle Länder sollten nach multilateraler Kooperation und nicht nach Unilateralismus streben.“ 

  

Feng Xingliang im Interview mit der Beijing Rundschau während der 10. Internationalen Diskussionsrunde der Führungskräfte multinationaler Unternehmen. (Foto: Liang Xiao/BR) 

Am Rande der Konferenz sagte Feng im Interview mit der Beijing Rundschau, dass sich die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) und China rasant entwickle. Im vergangenen Jahr haben sich 96 chinesische Unternehmen mit Unterstützung von der NRW.INVEST GmbH in Nordrhein-Westfalen niedergelassen. Bis heute haben insgesamt mehr als 1000 chinesische Unternehmen in NRW investiert, darunter auch namhafte Unternehmen wie Huawei, CITIC, SANY und China Minmetals, die die Branchen Maschinenbau, Telekommunikation, Energie und Logistik umfassen. 

In Bezug auf die Auswirkungen der chinesischen Investitionen auf die lokale Wirtschaft in Deutschland betonte er, dass die Beschaffung von Investitionen als eine primäre Voraussetzung zur Entwicklung des Landes gelte. Daher hätten die Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland viel für Deutschland gebracht, vor allem im Bereich Beschäftigungsmöglichkeiten. Zudem würden viele deutsche Unternehmen dadurch revitalisiert. Beispielsweise habe das chinesische Unternehmen Shang Gong Group zwei deutsche Hersteller von Industrienähmaschinen, nämlich Dürkopp Adler und PFAFF, übernommen, was nicht nur die beiden am Rande des Bankrotts stehenden deutschen Unternehmen revitalisiert, sondern auch den Käufer selbst belebt und somit eine Win-Win-Situation geschaffen habe. Feng meinte weiter, dass die Vitalität der regionalen Konkurrenz dadurch ebenfalls erhöht werde. „Es gibt ein deutsches Sprichwort, das lautet: Konkurrenz belebt das Geschäft. Ohne Konkurrenz wird es keine Gelegenheiten für Geschäfte geben. Daher haben die Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland anstatt negativer ausschließlich positive Auswirkungen mit sich gebracht“, sagte Feng. 

Mit Eintritt in die „Industrie 4.0-Ära“ seien die Aussichten für die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Unternehmen in den Bereichen Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit, Forschung und Innovation immer optimistischer, so Feng. Seit beide Länder 2014 den „Aktionsrahmen für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit mit dem Titel Innovation gemeinsam gestalten“ beschlossen hätten, sei die Verknüpfung der Strategien „Made in China 2025“ und der deutschen „Industrie 4.0“ bereits in eine neue Phase eingetreten. „An diesem Punkt müssen wir vor allem Innovationen anstreben“, sagte Feng und fügte hinzu, dass chinesische Unternehmen in den letzten Jahren großen Wert auf die Gründung von F&E-Einrichtungen im Ausland gelegt hätten. Zudem gehe es bei den vielen Übernahmen und Fusionen deutscher Unternehmen durch chinesische Unternehmen vielmehr auch um technische Zusammenarbeit, wie zum Beispiel bei der Übernahme von KUKA durch Midea, der Übernahme von KraussMaffei durch CITIC oder bei der Übernahme des deutschen Elektronikherstellers Medion durch Lenovo. „Chinesische Unternehmen achten jetzt sehr auf technologische Verbesserungen, was ein richtiger Trend ist“, sagte er. 

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es auch Probleme bei den Investitionen chinesischer Unternehmen im Ausland gebe. Einerseits sei da der Mangel an Verständnis für den internationalen Markt, insbesondere in den Bereichen Recht, Steuern und Anlagerisiken. Andererseits fehle es den chinesischen Investoren an internationalem Verwaltungspersonal, das über gute Sprachkenntnisse und internationale Managementerfahrung verfüge. 

Schließlich meinte Feng, trotz der vielen Unsicherheiten bei der Regierungsbildung in Deutschland beschränkten sich die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien in Bezug auf die Entwicklung von „Industrie 4.0“ und der chinesisch-deutschen Wirtschafts- und Handelskooperation nur auf die einzuhaltenden Zeitpläne bzw. die zu unternehmenden Schritte. Das Gesamtziel der weiteren Förderung von „Industrie 4.0“ und der bilateralen Zusammenarbeit bleibe davon aber unberührt. 

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