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Jugendverband hat Bürokratie der Studentenwerke im Visier

  ·   2018-10-08  ·  Quelle:German.people.cn
Stichwörter: Jugendverband;Studentenwerk;China
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Der Kommunistische Jugendverband Chinas wird mehr Maßnahmen ergreifen, um bürokratische Exzesse in den Studentenwerken der Universitäten zu verhindern, berichtete China National Radio am Sonntag. 

Li Ji, Direktor der Bildungsabteilung des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbands Chinas (KJVC), sagte in einem Interview mit CNR, dass es in Studentenwerken mehrere problematische Vorfälle gegeben habe. Bei der Wahl, Ausbildung, Leitung und Evaluierung von Vorsitzenden von Studentenwerken sollte es spezifischere Regelungen geben, so Li.

Einundvierzig Universitäten vereinbarten am Samstag, sich gemeinsam gegen bürokratische Praktiken bei studentischen Vereinigungen einzusetzen, hieß es in einer Erklärung des Jugendverbands auf dem Mikroblogging-Dienst Sina Weibo.

„Der Zweck von Studentenwerken ist es, den Studenten zu dienen. Vorsitzende Studierende sollten keinen persönlichen Interessen nachgehen. Wir sind gegen Formalismus, Extravaganz und Selbstsucht“, heißt es in der Erklärung.

Ein am 01. Oktober veröffentlichter Screenshot des Onlinechats einer Studentenvereinigung an der Chengdu Aeronautic Polytechnic in der Provinz Sichuan hatte jüngst für Diskussionen gesorgt. Zwei Mitglieder des Studentenwerks hatten in dem Chat einen jüngeren Kollegen zurechtgewiesen, weil er den Vizepräsidenten der studentischen Vereinigung, Herrn Yang, nicht mit respektvollen, formellen Titel angeredet hatte.

Der Student hatte Yang in einer Messanger-Chatgruppe des Studentenwerks markiert, um sich nach einem Treffen zu erkundigen und ihn als ihn als Xuezhang oder „älterer Kommilitone“ adressiert.

„Wie kannst du es wagen, Präsident Yang zu markieren. Und hast du ihn gerade Xuezhang genannt? Ich will das nicht noch einmal sehen“, antwortete einer der Manager der Gruppe, Herr Yuan, der später hinzufügte: „Hast du überhaupt irgendeine Ahnung, was du hier tust?“

Ein weiterer Gruppenmanager, Herr Liu, schickte der gesamten Gruppe eine warnende Nachricht: „An alle jüngeren Mitglieder, bitte seid euch eurem Stand bewusst und achtet auf eure Ausdrucksweise“.

Die Universität veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, in der es hieß, dass die beiden Gruppenmanager über ihre Fehler nachgedacht und besseres Verhalten versprochen hätten.

Der Vorfall hatte in den sozialen Medien starke Aufmerksamkeit erregt, zahlreiche Internetnutzer gaben an, dass sie sich an der Universität mit ähnlichen Situationen konfrontiert sahen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Studierenden einer chinesischen Universität Machtspiele vorgeworfen werden. Letzten Monat wurde ein Fall von Mobbing von Studentinnen höherer Semester an der Civil Aviation Flight University, ebenfalls in Sichuan, öffentlich. Sie hatten Kontrolle auf das Ess-, Kleidungs- und Freizeitverhalten ihrer jüngeren Kommilitoninnen ausgeübt.

Im Juli wurde die Sun-Yat-sen Universität in der Provinz Guangdong kritisiert, weil sie den Mitgliedern ihres Studentenwerks bürokratische Ränge zugewiesen hatte. Das Studentenwerk hatte mehr als 200 Führungskräfte auf drei Ebenen, darunter viele, die als „Ministerebene“ oder „Vize-Ministerialebene“ bezeichnet wurden, was viele Kritiker an Regierungsbeamte erinnerte.

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